Vor der Erfindung leuchtender Zahlen oder Indices auf Zifferblättern waren komplizierte Repetitions-Taschenuhren sehr beliebt bei allen jenen, die auch nachts – wenn sie z.B. nicht schlafen konnten – zu jeder Zeit wissen wollten, wie spät oder auch wie früh jetzt schon ist, ohne erst umständlich das Licht anmachen zu müssen, die Kerze oder gar die Petroleumlampe. Denn anders als ein Schlagwerk, das die vollen – und auch die halben oder viertel Stunden schlägt, kann man sich bei Repetieruhren wann immer man will, über einen Schieber oder einen Drücker „vorschlagen“ lassen, wie spät es gerade ist. Entweder mit einer ¼ Stunden-, 5 Minuten- oder der Minutenrepetition, wenn man es genau wissen wollte.

Quelle: Reinhard Meis, Taschenuhren, Callwey München 1979
Zwei Repetitions-Taschenuhren mit Minutenrepetition, zwei Hämmer auf zwei Tonfedern:
